Für Familien Pflege Jobs

Rechtliche Aspekte der 24 Stunden Pflege

Entsendemodell

Aufgrund der Dienstleistungsfreiheit innerhalb der EU können Unternehmen aus den EU-Mitgliedstaaten ihre Mitarbeiter vorübergehend nach Deutschland entsenden, um hier Dienstleistungen – wie zum Beispiel Betreuungsleistungen – zu erbringen. Das Betreuungspersonal ist dabei sozialversicherungspflichtig beim Dienstleister im Heimatland angestellt. In der Regel wird dabei eine deutsche Vermittlungsagentur zwischengeschaltet, die die Kommunikation mit dem osteuropäischen Arbeitgeber übernimmt. Es entstehen dadurch zwei Vertragsverhältnisse: ein Betreuungsvertrag mit dem ausländischem Arbeitgeber sowie ein Vermittlungsvertrag mit der deutschen Agentur.

Es gelten auch hier die deutschen Arbeitsbestimmungen zu Arbeitszeit, Ruhezeit oder Urlaub, auch wenn das Arbeitsverhältnis im Ausland besteht. Außerdem muss zumindest der deutsche Mindestlohn gezahlt werden, der aktuell in Deutschland 8,84 EUR beträgt.

Als Nachweis für die ordnungsgemäße Anstellung im Heimatland und der rechtmäßigen Entsendung gemäß VO (EG) Nr. 883/2004 und VO (EG) Nr. 987/2009 wird die Bescheinigung A1 ausgestellt. Die Sofiapflege arbeitet ausschließlich mit Partnerunternehmen zusammen, die diesen Nachweis für Ihre Mitarbeiter(innen) zur Verfügung stellen können.   

Unsere Betreuungskräfte kommen aus unterschiedlichen osteuropäischen Ländern. Dazu gehören Polen, die Slowakei, Rumänien, Ungarn, Bulgarien und Litauen. Alle Kooperationsunternehmen werden regelmäßig von uns besucht oder kommen zu uns nach Deutschland. So können wir den gleichmäßig hohen Qualitätsstandard unserer Vermittlungen gewährleisten.

Selbständige Betreuungskräfte

Eine weitere Möglichkeit der legalen Beschäftigung ist es, eine selbständige Betreuungskraft aus Osteuropa zu engagieren.

Die EU-Dienstleistungsfreiheit ermöglicht seit 2004 Anbietern gewerblicher, kaufmännischer, handwerklicher und freiberuflicher Tätigkeiten den freien Zugang zu den Dienstleistungsmärkten aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Dies bedeutet, dass auch ausländische Betreuungspersonen in Deutschland ein Gewerbe anmelden können. Sie erbringen die Betreuungsdienstleistungen dann als selbständige Unternehmer auf eigenen Namen und eigene Rechnung.

Die Sofiapflege bringen selbständige Betreuungskräfte mit deutschen Pflegebedürftigen zusammen. Unser Ziel ist es dabei, eine positive Situation für alle Beteiligten herzustellen. Bei allen Fragen und Anliegen sind wir Vermittler und Ansprechpartner für die Betreuungskraft und den Pflegebedürftigen mit seinen Angehörigen.

 

 

Mindestlohn

Der deutsche Mindestlohn von 8,84€ / Stunde gilt auch für Betreuungskräfte, die durch ein europäisches Unternehmen nach Deutschland entsendet wurden.  Die Sofiapflege arbeitet ausschließlich mit Partnerunternehmen zusammen, die diese Regelungen einhalten. Damit sorgen wir dafür, dass die vermittelten Betreuungskräfte nach deutschem Mindestlohn Standard entlohnt werden. Wir möchten, dass unsere Betreuungskräfte fair entlohnt werden, weil ihre Arbeit wichtig und verantwortungsvoll ist. Ohne die häusliche Pflege und den Einsatz von ausländischen Betreuungskräften, wäre das deutsche Pflegesystem nicht mehr aufrecht zu halten.

 

 

Arbeitsrechtliche Aspekte

Eine 24-Stunden-Betreuung ist nicht mit einer 24-stündigen Arbeitszeit gleichzusetzen. Arbeitskräfte haben in Deutschland in der Regel durchschnittlich einen acht- bis maximal zehnstündigen Arbeitstag zuzüglich der Pausen- und Ruhezeiten.

Zwischen dem Ende einer Arbeitszeit und dem Beginn der darauf folgenden müssen mindestens 11 Stunden Ruhezeit liegen.

Die ausländische Betreuungskraft hat Anspruch auf einen arbeitsfreien Tag pro Woche., bei Sonntagsarbeit muss ein Ersatzruhetag gewährt werden. Unabhängig davon müssen mindestens 15 Sonntage im Kalenderjahr arbeitsfrei sein.

Formular A1

Betreuungspersonen die nach Deutschland ordnungsgemäß entsendet werden, erhalten eine Bescheinigung A1. Dadurch wird dem Sozialversicherungsträger im Erbringungsland[1] die Befreiung von der Sozialversicherungspflicht, des jeweiligen Mitarbeiters bescheinigt. Zugleich dient das Formular A1 als Nachweis, dass die betreffende Person in Ihrem Heimatland ordnungsgemäß sozialversichert ist. An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass bei Nichtvorhandensein der Bescheinigung A1, auch trotz bestehender Sozialversicherung im Heimatland, zusätzlich Sozialversicherungsbeiträge, bzw. deren Nachzahlung im Erbringungsland, eingefordert werden können. Die Sofiapflege prüft kontinuierlich für ihre Kunden, dass die Personaldienstleister eine entsprechende Bescheinigung für die entsendeten Mitarbeiter einreichen.



[1] Land, in dem der Auftrag ausgeführt wird.

Ihr Ansprechpartner


Ihr Ansprechpartner
Nicole Heidt

Leitung Öffentlichkeitsarbeit
07152/33899- 137
heidt@sofiapflege.de

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Sofiapflege GmbH & Co. KG
Berlinerstr. 31
71229 Leonberg

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