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Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt an

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Immer mehr Menschen mit Pflegebedarf

In den letzten zwei Jahren ist die Zahl der Pflegebedürftigen um 21, 4 Prozent gestiegen. Dies teilte das Statistische Landesamt mit. Hauptgrund für diese Entwicklung ist die Umstellung vom System der drei Pflegestufen auf die nun aktuellen fünf Pflegegrade. Seit der Pflegereform, die im Januar 2017 in Kraft trat, wird der Pflegebedürftigkeitsbegriff deutlich weiter gefasst. So werden nun zum Beispiel auch die Menschen, die an dementiellen oder anderen mentalen Krankheiten leiden, in das Pflegegradsystem integriert. Auch Menschen, die nur einen gerinen Hilfebedarf haben und noch weitgehend selbständig sind, werden nun im Pflegegrad 1 erfasst. Der Pflegegrad 1 ist mit keiner der früheren Pflegestufen vergleichbar. Experten schätzen, dass allein durch die Neuschaffung des Pflegegrades 1 mehr als 500.000 neue Menschen in den Genuß von Leistungen der Pflegeversicherung kommen werden.

Pflegevarianten in Baden-Württemberg

Der überwiegende Anteil der Pflegebedürftigen wird weiterhin zu Hause gepflegt und betreut. Diese Zahl liegt konstant seit Jahren bei annähernd 75% aller erfassten pflegebedürftigen Menschen. Unter Pflegebedürftigen werden dabei nicht nur Senioren, sondern natürlich auch alle anderen Gruppen gefasst, wie zum Beispiel Kinder und Jugendliche.

Bemerkenswert ist dabei, dass mehr als die Hälfte der zu Hause gepflegten Menschen, ausschließlich von Angehörigen gepflegt wird. Nur in nahezu 25 Prozent aller Fälle werden die Angehörigen dabei von einem professionellen Pflegedienst unterstützt. Man kann daher zurecht davon sprechen, dass die Angehörigen den "größten Pflegedienst Deutschlands" bilden.


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