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Palliative Versorgung

Die palliative Versorgung ist für unheilbar kranke Menschen gedacht, die keine oder wenig Aussicht auf Heilung haben.

Die Zielsetzung ist dabei wie folgt:

  • Schmerzen sollen gelindert werden
  • Die Angst vor dem Tod genommen werden
  • Die Unterstützung der Angehörigen

Die Palliativpflege lindert die Symptome einer Krankheit und akzeptiert dabei, dass die Krankheit selbst nicht mehr heilbar ist. Sie versteht sich nicht als Sterbehilfe sondern als Sterbebegleitung.

Definition der Palliativpflege

Das Wort „palliativ“ kommt von dem lateinischen Wort „pallium“ und bedeutet „mantelartiger Überwurf“. Und genau so sollte die Palliativpflege verstanden werden: Der Patient sollte auf seinem letzten Weg gewärmt und geschützt werden, der letzte Lebensabschnitt sollte so angenehm wie möglich gestaltet werden.

Lindernde Maßnahmen stehen dabei im Vordergrund. Die Aufmerksamkeit wird auf die Qualität der noch verbleibenden Lebenszeit gelenkt. Es wird darauf geachtet, dass alle Betroffene sich intensiv mit der Situation auseinander setzen können und der Patient selbst, Abschied vom Leben nehmen kann.

Wo findet die Palliativ-Versorgung statt?

Es gibt drei unterschiedliche Orte, an denen Palliativpflege stattfinden kann:

  • In der Palliativstation eines Krankenhauses
  • In einem Hospiz
  • In der häuslichen Umgebung

Rein statistisch stirbt jeder zweite Deutsche im Krankenhaus, jeder fünfte in einem Pflegeheim.  Fragt man die Kranken aber selbst, so wünscht sich fast jeder, zuhause im Kreise von Freunden und Angehörigen zu sterben.

Welche Rolle spielen Angehörige und Freunde im Sterbeprozess?

Die Rolle von nahestehenden Menschen ist enorm wichtig. Sie können den Sterbenden dabei unterstützen so zu sterben, wie er es sich wünscht. Daher ist es wichtig, sich vor der Zeit vor dem Sterben nicht zu fürchten, sondern sie ganz bewusst zu nutzen. Es ist sinnvoll im Voraus zu klären, wie und wo der Betroffene diese letze Zeit verbringt. Professionelle Helfer beziehen Angehörige und Freunde immer in den Sterbeprozess mit ein.

Manchmal kann mit dem drohenden Tod auch die Möglichkeit gefunden werden, mehr Verständnis und Vergebung zu geben und zu erhalten.

Palliativstation im Krankenhaus

Die meisten Krankenhäuser haben mittlerweile auch eine Palliativstation. Die Mitarbeiter dort sind besonders qualifiziert und erfahren inder Versorgung von unheilbar kranken Menschen. Auch ist die ständige medizinische und technische Versorgung besonders vorteilhaft für akute Schmerzpatienten. Nachteilig wird von Patienten und Angehörigen aber die sterile und nüchterne Krankenhausumgebung empfunden sowie die ständige Konfrontation mit der Krankheit.

 Auch versuchen die Mediziner häufig noch den Patienten wieder „zu heilen“, anstatt die letzte Lebensphase bewusst würdevoll und sorgsam zu gestalten.

Sterbebegleitung im Hospiz

Ein Hospiz ist nicht mit einem medizinisch ausgerichtetem Krankenhaus zu vergleichen, sondern eine spezialisierte Pflegeeinrichtung. Die meisten Hospize sprechen daher auch nicht von Patienten sondern von Gästen. Ein Hospiz kann ein „Ersatz-Zuhause“ sein, das den Sterbenden und ihren Angehörigen Raum und Zeit gibt, um würdevoll Abschied vom Leben zu nehmen. In der Regel begleitet auch in einem Hospiz weiterhin der Hausarzt und übernimmt die medizinische Versorgung.

Viele Bewohner eines Hospizes entscheiden sich aber ganz bewusst dafür, die medizinsiche Behandlung zu unterbrechen, der Krankheit ihren Lauf zu lassen und nur die Symptome zu lindern.

In Leonberg und Umgebung steht das Hospiz Leonberg e.V. für Hilfesuchende zur Verfügung.

 
Stationäres Hospiz Leonberg 
Seestraße 84 | 71229 Leonberg 
Tel. 07152-33 55 2-02 
Fax 07152-33 55 2-202 

Ambulanter Hospizdienst 
Seestraße 84 | 71229 Leonberg 
Tel. 07152-33 55 2-04 
Fax 07152-33 55 2-204 

https://www.hospiz-leonberg.de/

Ambulante Palliativpflege

Heutzutage begegnen wir immer seltener dem Tod und dem Sterben in unserem Alltag. Dabei sind unsere Vorefahren von jeher zuhause im Kreise ihrer nächsten Menschen gestorben. In der heutigen Zeit gerät das Sterben aber immer mehr zum Tabuthema mit dem wir uns nicht auseinander setzn wollen. Dabei gehört es genau so wie die Geburt zum Leben dazu.

Es ist daher ein tiefer Wunsch der Menschen, das Leben nicht in einer fremden Umgebung mit Krankenschwestern und Ärzten zu beenden, sondern in der häuslichen Umgebung.

Es gibt daher immer mehr ambulante Pflegedienste, die speziell ausgebildete Pflegekräfte für die ambulante Palliativversorgung beschäftigen. Diese Pflegekräfte können zum Beispiel die Schmerztherapie überwachen und die Wundversorgung übernehmen.

Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung (SAPV)

Daneben gibt es seit einiger Zeit die sogenannten Palliative-Care-Teams, die ausschließlich Schwerkranke und Sterbende in der häuslichen Umgebung versorgen. Zu  ihnen gehören neben Fachärzten und Krankenschwestern auch Sozialarbeiter und Seelsorger.

Einen Anspruch auf professonelle, ambulante Palliativ-Versorgung in der häuslichen Umgebung gibt es seit 2007. Die Kosten  dafür werden von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen. Begründet ist der Anspruch in § 37b SGB V.

Einen Antrag auf Kostenübernahme können Menschen stellen, die eine unheilbare, fortschreitende Krankheit haben sowie eine gerine Lebenserwartung. Die bürokratischen Hürden sind leider meist sehr hoch, um eine Kostenübernahme zu erreichen.

Ein Krankenhausarzt kann SAPV für 7 Tage verordnen, wenn er den Patienten entlässt. Ein Hausarzt kann die Verordnung bis zum Lebensende ausstellen, wenn es nötig ist.

Folgende Aufgaben übernehmen die Palliative Care Teams:

  • medizinische Versorgung
  • Erkennung, Behandlung und Linderung von Symptomen wie Schmerzen, Angst, Atemnot, Erbrechen, Fieber, Unruhe, Krampfanfällen und anderen schwer therapierbaren Beschwerden
  • Notfall-Einsatzbereitschaft
  • Erstellung eines individuellen Maßnahmen- und Hilfeplans
  • Vorbeugung von Krisensituationen
  • Unterstützung und Entlastung der Angehörigen
  • Psychosoziale Begleitung
  • Beratung und Hilfe bei sozialrechtlichen Fragen und Anträgen
  • Organisation spezieller Hilfsmittel (z.B. Schmerzpumpe)

 

 

Intensivpflege und Heimbeatmung

Im Bereich der ambulanten Intensivpflege benötigt man einen zuverlässigen Partner an der Seite. Wir arbeiten eng mit dem Pflegedienst Collatio Intensiv aus Leonberg zusammen. Collatio Intensiv betreut Patienten, die häusliche Intensivpflege und/oder Heimbeatmung benötigen im Raum Leonberg, Ludwigsburg, Stuttgart und Heilbronn.

Eine individuelle medizinische Betreuung durch examinierte Fach-Pflegekräfte wird verbunden mit der gewohnten häuslichen Umgebung.

Collatio Beatmungs- und Intensivpflege GmbH

Steinbeisstrasse 4
71229 Leonberg

Telefon: 07152 33 899 55
Telefax: 07152 33 899 200

Web: www.collatio-intensiv.de
E-Mail: info@collatio-intensiv.de

Pflegedienstleitung: Frau Petra Unterreiner

Palliativpflege in Verbindung mit der 24 Stunden Pflege

In der Regel wird die 24 Stunden Pflege von osteuropäischen Betreuungskräften erbracht. Diese Betreuungskräfte dürfen keine medizinische Behandlungspflege in Deutschland erbringen und haben auch keine Palliativ Ausbildung. Trotzdem kann es sinnvoll sein, zusätzlich zu den ambulanten Pflegekräften eine Betreuungskraft zu beschäftigen, die mit im Haus wohnt. Sie kann die Grundpflege und den Haushalt übernehmen und damit besonders die Angehörigen in einer schwierigen Zeit  wirkungsvoll entlasten. So bleibt mehr Zeit und Raum für Gespräche mit dem Sterbenden und einem angemessenem Umgang mit dem Abschied vom Leben zu gestalten.

Ihr Ansprechpartner


Ihr Ansprechpartner
Nicole Heidt

Leitung Öffentlichkeitsarbeit
07152/33899- 137
heidt@sofiapflege.de

Ich freue mich auf Ihre Nachricht!


Sofiapflege GmbH & Co. KG
Berlinerstr. 31
71229 Leonberg

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