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Ein erfülltes Leben in Öschelbronn! Trude & Reinhard Schulze

Inhalte des Beitrags

Trude und Reinhard Schulze

Im März 2014 habe ich mich mit einer Familie verabredet, die bereits seit Ende 2012 bei uns Kunde ist. Es ist ein sonniger Frühlingstag und ich fahre durch malerisches Hügelland und idyllische Dörfer nach Niefern, einem kleinen Anhängsel der etwas abgelegenen Ortschaft Öschelbronn. Heute möchte ich das Ehepaar Schulze kennenlernen.

 

 

 

Aussicht vom Haus der Familie Schulz in Niefern-Öschelbronn

Ihre Tochter Frau Jäger begrüßt mich und es fühlt sich an wie ein Treffen unter alten Bekannten: telefonisch kennen wir uns bereits seit einem Jahr. Mit Frau Jäger werden alle Wechsel der beiden Betreuungskräfte besprochen, die regelmäßig in 6- bis 8-wöchigem Rhythmus stattfinden.

 

Frau Margita Cicmancová aus Nitra in der Slowakei war von Anfang an dabei und ihre liebevolle Art und umsichtige Fürsorge wird von allen hoch geschätzt und sie gehört schon fast zur Familie. Wenn sie im Hause ist läuft alles reibungslos und Frau Jäger, die täglich im eigenen Betrieb steht, weiß ihre Eltern dann bestens versorgt. Für unseren Kaffeeklatsch hat Margita einen sehr leckeren Kuchen gebacken. Es wird ein sehr angeregter Nachmittag mit Frau und Herrn Schulze, Frau Jäger, Frau Cicmancovà und Tante Alma, die ich auch gleich kennen lerne. Ich höre viele fröhliche und traurige Geschichten - wie es im Leben nun mal ist: vom Krieg und seinen Schrecken, vom Hausbau und den Kindern, vom Leben in Niefern und vielen Reisen. Je mehr ich höre, desto überzeugter bin ich, dass ich hier mitten in einer glücklichen, harmonischen Familie sitze, die einander sehr gern haben. Frau Jäger war so liebenswürdig, mir einen Lebenslauf ihrer Eltern zu verfassen, den ich hier mit Freuden weitergebe!

Ehepaar Schulze – ein kleiner Lebenslauf

"Vater Reinhard wurde am 1.5. 1927 in Pforzheim geboren, sein Vater war Polizist, die Mutter war Verkäuferin. Reinhard wuchs in Pforzheim auf, ging hier zur Schule und in das Gymnasium.

 

Bedingt durch den Krieg wurde er zur Flak einberufen. Durch die Wehrmacht kam er nach Oschatz, um sich zum Piloten ausbilden zu lassen. In Ermangelung von Flugbenzin wurden die damals 17-jährigen kurzerhand nach Berlin verfrachtet, von dort an die Front am Oderbruch. Viele Kameraden und Vorgesetzte musste er sterben sehen. Er kam in amerikanische Gefangenschaft und dann nach Räbke bei Hannover, um Zwangsarbeit zu leisten. Doch hier hatte er Glück, denn er kam zu einer sehr lieben Familie. Vom Krieg zurück kam er jedoch in ein total zerstörtes Pforzheim, die Familie verschollen, das Zuhause im Trümmerfeld. Er wusste nicht, wer überlebt hatte. Eine Tante war nach Buchloe geflüchtet, eine andere war in Calw; schließlich kam er in Schwäbisch Gmünd bei Bekannten unter, ging dort wieder ins Gymnasium und die Tante finanzierte ihm das Schulgeld bis zum Abitur.

 

Mutter Trude wurde am 1.6.1930 in Öschelbronn geboren. Die Eltern hatten ein Friseurgeschäft. Ihr Weg war ebenfalls vom Krieg gezeichnet: die Schule wurde zum Lazarett, die Franzosen plünderten, ein schlimmer Brand vernichtete das halbe Dorf. Erst nach dem Krieg konnte sie auf die Handelsschule nach Pforzheim und ihre Ausbildung zur Kontoristin machen. Sie begann bei der Firma Dyckerhoff und Widmann zu arbeiten, wo sie auf ihren Reinhard traf, der dort seine Ausbildung machte.

Am 25. September 1952 war die Hochzeit der beiden; somit durften sie schon diamantene Hochzeit feiern. Sie erbauten sich ein Haus in Öschelbronn. Der Vater machte sich als Architekt selbständig und mit der Unterstützung seiner Ehefrau als Sekretärin bauten sie sich eine Existenz auf. Aus der Ehe gingen 3 Kinder hervor: 1954 die Tochter Susanne, 1957 die Tochter Johanna und 1964 der Sohn Michael.

Die Tochter Susanne ist am 23.07.2007 einem Krebsleiden erlegen, sie hinterlässt einen heuten 24-jährigen Sohn. Tochter Johanna hat 2 Kinder: einen Sohn mit 31 und eine Tochter mit knapp 15 Jahren. Der Sohn Michael hat auch 2 Kinder: Zwillinge, einen Jungen und ein Mädchen, die 3 Jahre alt sind. Allerdings lebt er mit seiner Familie in Frankfurt.

Die Eltern lebten immer sehr ernährungsbewusst, liebten Wanderungen in der Natur und waren eigentlich immer fit – bis vor 2 Jahren: Mutter hatte einen doppelten Bandscheibenvorfall, der Vater einen Sturz bei der Gartenarbeit. So folgten mehrere Krankenhausaufenthalte und Operationen – alleine ging es nicht mehr und auch die Tochter mit ihrer Familie konnte es nicht mehr bewältigen.

 

Zum Glück wurde sie über das Internet auf die Sofiapflege aufmerksam und fragte dort um Hilfe, die auch prompt und zuverlässig folgte. Das Rentnerpaar kann in seinem Haus wohnen bleiben, von Fachkräften bei Tag und Nacht begleitet, stets bestens versorgt den Lebensabend genießen. Das war schon immer der Wunsch, so lange wie möglich im eigenen Haus bleiben zu dürfen, was dank der Rundumversorgung jetzt auch möglich ist.

 

An dieser Stelle an das Team der Sofiapflege, vor allem an unsere Sachbearbeiterin Frau Ines Roos-Siebold. Natürlich im Vordergrund die nicht zu unterschätzende Arbeit der Betreuerinnen. Diese wurden mit Sorgfalt von der Sofiapflege ausgewählt und zeichnen sich durch Zuverlässigkeit, Fürsorge und Fleiß jeden Tag aufs Neue aus. Unseren Eltern mangelt es an nichts.

 

Danke, danke, danke! " (Frau Johanna Jäger, Tochter der Familie Schulze)

Vielen Dank Ihnen allen – ich habe mich sehr wohl gefühlt!

 

Ihre

Ines Roos-Siebold

Bestandskundenbetreuerin


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