Kochen für Pflegebedürftige - Ernährung im Alter

Im Alter oder auch aufgrund von Krankheiten ist es für manche Menschen nicht mehr möglich alle anfallenden Arbeiten des Alltags in Eigenregie zu erledigen. Doch in diesem Fall brauchen sie keineswegs zu befürchten, dass sie allein gelassen werden. Stattdessen gibt es Pflegedienste und auch Angehörige, die sich in diesem Fall um die jeweilige Person kümmern. Wer einen pflegebedürftigen Menschen betreut, sollte wissen wie er für diesen kocht. Dabei gilt es unter anderem auch darauf zu achten, ob bestimmte Unverträglichkeiten oder sogar Allergien bestehen.

Genau mit diesem Thema beschäftigt sich dieser Ratgeber und geht dabei darauf ein, was alles beachtet werden muss, wenn für einen pflegebedürftigen Menschen gekocht wird.

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum ein Mensch nicht mehr in Eigenregie bestimmte Dinge des Alltags erledigen kann. Häufig ist dies im Alter der Fall, teilweise steckt aber auch eine Erkrankung hinter den Beschwerden. Doch egal, warum dies letztlich der Fall ist, wer für einen pflegebedürftigen Menschen kocht, sollte bestimmte Punkte beachten.

Wer in seinem Alltag Einschränkungen hinnehmen muss, ist nicht selten unzufrieden. Häufig leiden Betroffene dann unter Appetitlosigkeit. Da sie aber unbedingt alle wichtigen Nährstoffe erhalten sollten, gilt es hierbei einige Tricks anzuwenden. Ein gemeinsamer Spaziergang an der frischen Luft etwa regt den Appetit an. Auch wenn der Tisch passend gedeckt wird, kann dieser Effekt erzeugt werden. Zudem sollte auch immer Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden. Eventuell ist eine Krankheit für die Appetitlosigkeit verantwortlich.Konnte dies ausgeschlossen werden sollten alle Essenswünsche umgesetzt werden. Die pflegebedürftige Person hat daher immer die Wahl und kann sich frei entscheiden, welche Speisen auf dem Teller landen.

Übrigens: Eine sogenannte Trinknahrung, die in den meisten Apotheken erhältlich ist, eignet sich hervorragend dafür, um bestimmte Nährstoffdefizite auszugleichen. Allerdings sollte vorher der Arzt befragt werden, bevor derartige Produkte zum Einsatz kommen.

Da sich viele pflegebedürftige Menschen deutlich weniger bewegen als gesunde Menschen, kann es schnell passieren, dass sie unter Verstopfung leiden. Denn der Körper wird kaum noch bewegt und die Verdauung schlechter angeregt. Doch auch hierbei gibt es einige praktische Tipps und Tricks. Bieten Sie den Patienten daher immer wieder etwas zu trinken an. Das ist gerade im Alter sehr wichtig. Denn dann meldet sich der Körper nicht mehr wie früher vorzeitig, wenn zu wenig Flüssigkeit aufgenommen wird.

Wer genug Wasser trinkt, kann eine schmerzhafte und unangenehme Verstopfung vermeiden. Darüber hinaus hilft es, möglichst auf Vollkornprodukte zu setzen und Weizenprodukte zu meiden. Auch hierbei sollte aber immer Rücksprache mit dem Arzt oder Pflegedienst gehalten werden. Sehr wirksam sollen in diesem Zusammenhang auch sogenannte Leinsamen sein. Wenn alle genannten Tipps und Tricks nicht helfen und die Verstopfung hartnäckig mehrere Tage unverändert bleibt, sollte zur Sicherheit ein Arzt aufgesucht werden. Denn eventuell können hierbei nur noch Abführmittel helfen. Doch bevor diese zum Einsatz kommen, sollte immer der Mediziner einen Blick auf die Beschwerden werfen.

 

Wenn die pflegebedürftige Person unter Schluckproblemen leidet, sollte auch dies bei der Ernährung beachtet werden. Hierbei ergibt es Sinn, mit einer Logopädin im Vorfeld zu sprechen. In der Regel wird diese wissen, welche Speisen sich in diesem Fall eignen. Zudem kann sie ein Schlucktraining durchführen, um die Beschwerden abzumildern. Doch damit die Logopädin beziehungsweise der Logopäde seine Arbeit beginnen kann, sollten sie beim Hausarzt eine Verordnung beantragen. So bleiben Sie nicht selbst auf den Kosten sitzen und die Krankenkasse übernimmt diese. Auch ergibt es Sinn, bestimmte Flüssigkeiten anzudicken. Sehr gut eignet sich zum Beispiel eine pürierte Gemüsesuppe oder Kartoffelpüree. Die Schluckbeschwerden lassen sich auch abmildern, wenn beim Essen eine aufrechte Haltung angenommen wird.

Falls die pflegebedürftige Person im Bett isst, wird dabei das Kopfteil in die Senkrechte gebracht. Bei der Nahrungsaufnahme muss der Kopf immer mittig und möglichst gerade sein und dabei zeigt das Kinn in Richtung Brustbein.

 

Personen, die unter Demenz leiden, sind leider in vielen Fällen nicht mehr in der Lage, sich selbst zu ernähren. Daher sollten sie passend verpflegt werden. Was viele Menschen nicht wissen ist, dass ein Flüssigkeitsmangel die Beschwerden sogar noch verschärfen kann. Und das gilt es natürlich zu vermeiden. Beim Kochen wird darauf geachtet, dass der Patient möglichst vertraute Speisen zu sich nimmt. Denn dadurch fühlt er sich sicherer und wird sicherlich auch mehr essen als bei Nahrungsmitteln, die er noch nie vorher zu sich genommen hat.

Somit sollte hier auch immer an das Wohlbefinden der Patienten gedacht werden. Daher werden Servietten und Teller verwendet, die auch früher schon genutzt wurden. Dadurch fühlen sich die Betroffenen sicherer. Essen Sie zudem am besten gemeinsam, wodurch sich der Patient nicht mehr allein fühlt. Sollte dieser noch sprechen können, gehen Sie beim Kochen auch auf seine Extrawünsche ein. Vielleicht wünscht er sich eine bestimmte Sorte Marmelade auf dem nächsten Frühstücksbrot. In diesem Fall ist es sehr wichtig, dass alles getan wird, um den Patienten die Situation so komfortabel wie möglich zu gestalten.

Wenn gleichzeitig auch der Pflegedienst regelmäßig bei Ihnen vorbeikommt, sollten Sie sich mit diesem bestmöglich abstimmen und ihm eben auch die Sonderwünsche mitteilen, die der Patient geäußert hat.

 

Wenn für eine pflegebedürftige Person gekocht wird, sollten bestimmte Punkte beachtet werden, damit sich die Situation so komfortabel wie möglich gestaltet. Das gilt sowohl für den Patienten wie auch für die pflegende Person. Es kann unterschiedliche Gründe dafür geben, warum eine Person pflegebedürftig wird. Wenn sie nur körperlich beeinträchtigt, aber geistig noch komplett leistungsfähig ist, gestaltet sich die Situation auch deutlich einfacher. Denn dann kann der Patient noch mitteilen, was er sich wünscht. Ansonsten bieten sie der pflegebedürftigen Person einfach die Speisen, die sie von früher kennt.

Denn so wird sie sich sicher fühlen und im Idealfall genug essen und trinken. Ergänzt werden kann die Ernährung durch sogenannte Trinknahrung, die Sie in den meisten Apotheken erhalten. Diese liefert viele wichtige Nährstoffe und kann auch von Menschen mit Schluckproblemen aufgenommen werden.        

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