Häusliche Pflege – darauf sollten Angehörige achten!

Familienangehörige, die Pflegebedürftige zuhause versorgen, sind oftmals überlastet. Der Kontakt zu einer Pflegeberatung sowie zu professionellen Pflegediensten erscheint deshalb als sinnvoll. Die sogenannte 24-Stunden-Pflege bietet ebenfalls viele Vorteile. Was ist darunter zu verstehen und worauf kommt es an? Dieser Artikel erklärt, wie professionelle Dienste den Alltag von versorgenden Familienmitgliedern unterstützen können..

Werden Familienangehörige pflegebedürftig, gilt es, rasche Lösungen zu finden. Das Wohl von Betroffenen steht dabei im Fokus. Übernehmen Angehörige die Pflege in der häuslichen Umgebung, geraten sie oft an ihre persönliche Belastungsgrenze. Viele Pflegende unterschätzen den Aufwand und die Belastung. Worauf sollten pflegende Angehörige unbedingt achten?

Die Gefahr einer nicht ausreichenden Betreuung besteht generell. Denn das Menschen aus Unsicherheit, aus Unwissenheit oder anderen Gründen ungenügend gepflegt werden, ist kaum von der Hand zu weisen. Dabei spielt es weniger eine Rolle, ob die pflegende Person ein Familienangehöriger oder professioneller Pflegedienst ist. Deshalb gibt es diverse Anzeichen anhand derer Angehörige eine fehlerhafte Pflegebetreuung erkennen können.

Dehydrierung, Druckstellen sowie die eigene Überforderung mit der Situation – wer die Zeichen zeitig sieht, kann frühzeitig gegensteuern und dadurch den Pflegealltag wohltuender gestalten. Ältere und bettlägerige Personen tendieren insbesondere zur Austrocknung. Dabei nehmen sie zu geringe Mengen Flüssigkeit zu sich, sodass der Körper unterversorgt ist. Das zieht gegebenenfalls schwerwiegende Probleme nach sich.

Eine Dehydrierung erkennen pflegende Angehörige vordergründig durch einen Trockenheitstest der Hautoberfläche. Wird sie zwischen den Fingern zusammengedrückt und losgelassen, zeigt sich zügig die Feuchtigkeitsversorgung. Denn eine ausreichend versorgte, hydrierte Hautfläche ist elastischer. Sie nimmt rasch ihr ursprüngliches Erscheinungsbild wieder an. Dagegen ist eine dehydrierte Oberfläche eher faltig bei diesem Test. Geistige Verwirrtheit in Kombination mit einer trockenen Haut gelten daher als deutliche Hinweise für eine Austrocknung.

Druckstellen von der Bettlägerigkeit treten ebenfalls bei einer ungenügenden Pflegesituation auf. In diesem Fall sind Hautrötungen das erste Zeichen von sogenannten Liegestellen. Dann ist es Zeit, die liegende Person zu drehen, um betroffene Stellen zu entlasten. Um sicherzugehen, dass es sich um Druckstellen vom langen Liegen handelt, ist ein Test machbar. Dabei wird die gerötete Hautstelle kurz mit dem Finger eingedrückt. Färbt sich der Punkt anschließend weiß, ist alles in Ordnung. Bleibt die Stelle dagegen rot, ist es womöglich eine ernstzunehmende Liegestelle.

Nicht zuletzt spielt die persönliche Belastungsgrenze bei der Pflege von Angehörigen eine immense Rolle. Die eigene Gesundheit sollte stets von Bedeutung sein. Dadurch lassen sich unschöne bis riskante Umstände vermeiden. Reizbarkeit und Aggressivität gelten in dem Punkt als beachtenswerte Indikatoren für das akute Stressempfinden und die einsetzende Überforderung. Solche Hinweise äußern sich beispielsweise, wenn die zu pflegende Person härter als üblich angefasst, angeschrien oder mit Ungeduld behandelt wird. All diese Momente zeigen deutlich, wann jemand überfordert ist.

 

Welche Möglichkeiten gibt es für die versorgenden Familienangehörigen? Pflegebedürftige Angehörige lassen viele Menschen ungern von fremden Personen pflegen und betreuen. Deshalb sind die richtigen Hilfen bedeutsam. Inzwischen existieren verschiedene Anlaufstellen, die den Pflegealltag für Betroffene erleichtern. Der erste Ansprechpartner ist beispielsweise die sogenannte Pflegeberatung. Daneben lohnt es sich, Pflegedienste zur Unterstützung zu holen. Die 24-Stunden-Pflege ist hierbei besonders nennenswert.

Eine Beratung oder anleitende Unterstützung bringt im anstrengenden Alltag oft eine enorme Erleichterung. Solch eine Pflegeberatung ist all jenen beziehbar, die entweder Pflegeleistungen (beispielsweise Pflegegeld) erhalten oder bei denen ein Antrag dafür bei der Pflegekasse vorliegt. Dieses Angebot ist sowohl unabhängig als auch kostenlos. Dabei sind die Inhalte umfassend organisiert, sodass Pflegebedürftige und deren Angehörige mit einer soliden Unterstützung rechnen können.

Das Beratungsangebot führt prinzipiell die Pflegekasse durch. Aber es existieren ebenso andere Anbieter, darunter Wohlfahrtsverbände oder kommunale Beratungsstellen. Die kirchlichen Hilfsangebote bestehen ebenfalls. Der Einsatz eines Pflegedienstes führt regulär zu einem halbjährlichen Besuch einer Beratung. Dabei ist das Angebot unter bestimmten Umständen freiwillig nutzbar.

Wer keinen Pflegedienst nutzt oder einen Pflegegrad 2 und 3 hat, ist verpflichtet, eine regelmäßige Beratung zu beanspruchen. Das macht deutlich, dass der Einsatz eines pflegerischen Dienstes eine gewisse organisatorische Vereinfachung des Pflegealltags mit sich bringen kann. Das ist speziell der Fall, da eine solche Information für offizielle Hilfsdienste problemlos durchführbar ist.

Der Einsatz einer Pflegeberatung lohnt sich somit grundsätzlich für pflegende Angehörige. Denn sie bietet zahlreiche Informationen und wertvolle Tipps für den Alltag mit Pflegebedürftigen.

Pflegedienste können Angehörige bei der häuslichen Pflege unterstützen. Je nach Pflegegrad des Pflegebedürftigen gibt es dabei finanzielle Hilfe durch die Pflegekasse.

Für pflegende Angehörige ist es hilfreich, die Kompetenz eines Pflegedienstes einschätzen zu können. Ein Pflegevertrag ist daher bedeutsam, um alle möglichen Eventualitäten rechtssicher abzuwickeln. Zugleich bietet der Vertrag Sicherheit in puncto Kostenkalkulation, Leistungen und Haftung.

Neben dem Einsatz eines Pflegedienstes lohnt sich gegebenenfalls ebenso die Beanspruchung einer sogenannten 24-Stunden-Pflege. 

Die Versorgung von bedürftigen Personen ist für Angehörige oftmals nicht rund um die Uhr realisierbar. Daher existiert das Angebot der sogenannten 24-Stunden-Pflege. Der Begriff ist zunächst missverständlich. Denn es handelt sich vielmehr um eine Betreuungssituation im gewohnten häuslichen Umfeld statt einer einzelnen 24-stündigen Pflegebetreuung. In dieser Wohnsituation zieht eine Pflegekraft in die private Gemeinschaft ein, um die benötigte Versorgung jederzeit sicherzustellen.

Bei der 24-Stunden-Pflege bleibt die pflegebedürftige Person im heimischen Umfeld, anstatt in ein Pflegeheim zu ziehen. Voraussetzungen sind zu erfüllen, damit Betroffene von einem solchen Pflegedienst profitieren. Dazu zählt der problemfreie Zugang zu den Sanitäranlagen oder der Küche für die Betreuungskraft. Gleichzeitig braucht eine pflegende Person einen Internetzugang und ein separates Zimmer, das sich abschließen lässt.

Für wen eignet sich die 24-Stunden-Pflege? Diverse Augenblicke im Leben erfordern den Einsatz von externen Pflegekräften. Ziehen diese in die eigene Wohnsituation ein, ermöglicht das eine umfassende Pflegeleistung. Eine solche Betreuung ist vordergründig gefragt, sobald beispielsweise Angehörige durch die Pflegesituation überlastet sind und Unterstützung brauchen.

Eine häusliche Betreuungskraft kann vorteilhaft sein, wenn Pflegebedürftige dement sind oder in den Nachtstunden Hilfe nötig ist. Daneben profitieren Betroffene von der umfassenden Betreuung nach einem Aufenthalt im Krankenhaus oder falls sie eine Verhinderungspflege benötigen.

 

Ein Pflegefall in der Familie ist oftmals mit einer hohen Belastung verknüpft. Wenn Angehörige die Pflege übernehmen, sind viele Gesichtspunkte betrachtenswert. Wer feststellt, dass die Umstände überfordern, sucht idealerweise frühzeitig Unterstützung. Professionelle, kostenlose Pflegeberatungen ermöglichen die kompetente Beurteilung der Lebenssituation durch Außenstehende. Wer eine Hilfe im eigenen Zuhause braucht, profitiert gegebenenfalls von einer 24-Stunden-Pflege.

Die Form der 24-Stunden-Pflegebetreuung erlaubt die umfassende Versorgung innerhalb des vertrauten Wohnumfelds durch eine persönliche Betreuungskraft. Diese kümmert sich einfühlsam und kompetent um die Pflegeperson. Dadurch erhalten Angehörige die Hilfestellung, die sie brauchen, um entlastet durch den Alltag zu kommen. 

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